babel - zyklus teil 1
babylon ein zyklus
eins
-----------------------------------
blutrote neonfetzen
spiegeln sich auf nassem asphalt
und dem glas der grauen betonkomplexe
die stadt ist ein gefrässiger
riesiger
von schleimiger organischer substanz
infizierter stahl-beton-glas-plastik-saurier
du glaubst die stadt zu kennen
die toten steine
die dich anstarren
du glaubst die stadt zu kennen
die kalten steine
die des nachts schreien
wenn du dich unruhig im schlafe wälzt
die stadt blutet aus unzähligen wunden
doch das graue blut wird gierig
von einer verkrüppelten vegetation aufgesogen
geburt-kindergarten-schule-beruf-tod
kein ent-kommen
in den labyrinthen der steine
und des grauen blutes
was suchst du in dieser wüste
was ist mit den ratten den
schwarzgesichtigen
die in der dunkelheit von träumen
ihre opfer finden
schreist du nicht auch des nachts
lautlos
deine angst hinaus
gesichter
die dich verfolgen und quälen
gesichter
die lautlos schreien
die gewaltigen gebäude
die an einem hunger nach menschen leiden
das gesicht der kinder
das gesicht der alten
ein labyrinth
fäulnis
wird mit grellen farben
und exotischen düften
getarnt
der unterdrückte aufschrei
der zeitlosigkeit
verkrampft sich in bizarren zuckungen
fette töne
kriechen
durch türspalten
dort
wo
sie
ihr totenspiel spielen
und schmeicheln dem vorübergehenden
zwei
-----------------------------------
mauern
die un.auf.haltsam wie pilze wachsen
überall
das stetige tuckern von maschinen
deren metall.skelette
seufzen und stöhnen
doch
die meisten maschinen sind still gestorben
vor jahren schon
bunte lichtermeere
grelles neon
und monströse fremdkörper
aus glas
plastik
metall
und beton
all das
nur kranke urbane anatomie
geschwülste
einer sterbenden stadt
landschaften
aus müll
und
schutt
neubauten
die bereits zerfallen
bevor sie fertig.gestellt worden sind
industrie
verschwörung
enge
und böse ahnungen
haben die stadt und das land
geprägt
mitläufer
poeten
schmarotzer
junkies
und
künstler
metallene
prostitution
kranke
urbane
anatomie
geschwülste
einer
sterbenden
stadt
drei
-----------------------------------
jesus
im
wartesaal
.
sinn
ver
stört
aber
der zug
hat
verspätung
.
wie immer
.
warten auf die kreuzigung
allein
in
einem
großen
neonkalten
wartesaal
marmorbänke
unleserliche zeitungsmeldungen
auf
grauem betonboden
warum nicht
.
wer will
schon
wissen
was morgen geschah
und
gestern geschehen
wird
.
diese eine nacht nur
wieder.ge.burt
bei sonnen.auf.gang
garantiert und kosten.los
weil
samstag
ist
vier
-----------------------------------
durch die nacht
streifen
auf der jagd nach leben
dexedrin und liebe
nur tote belohnungssysteme
in temporären
augenblicken
die music der stadt
laut
schrill
ohne pause
menschen
kalt
menschen
brennen
all die versteckten gesichter
all die verborgenen orte
und die nie erzählten
geschichten
gestern
morgen
körper und seele
lust und einsamkeit
und während sie
tanzen
auf glass
weiß
und
schrill
warten körper
und suchen den traum eines toten tages
in der nacht
finden sie kein morgen
nur lachen
während auf einem kleinen spiegel
die weiße linie
den weg in die unendlichkeit weist
zerbrochene spiegel
zerbrochene träume
gedankensplitter
entfliehen seit nächten den träumen
einen augen-blick lang
während das neon beginnt
nervös zu zittern
während durch nervenzellen
ein sturm
fetzt
keine
atem
pause
fünf
-----------------------------------
sub-urbane xenophobie
die nacht überschwemmt
taubstumm
mit
blühenden trümmern
kalter stein
kein licht
der regen liegt
grau
auf wänden
dächern
und strassen
in verbaler inkontinenz
gefangen
bruch.stücke
und er.innerungen
schreien
kalte mauern an
häuser desolieren und
türen versperren
den gedanken
jede wortflucht
gegenStände
warten
irritiert
eigen
tlich
definitiv
im kopf
im blut
in den zwischen.räumen
...
zwischen
den räumen
und pfaden
den neuronen
und synapsen
immer
irgend.wo
da.zwischen
bilder und
eschatologische politiker
wandeln
zombiegleich
um
her
sechs
-----------------------------------
trümmerberge
spät abends
auf dem hinterhof
verkrüppelte vegetation
mutagene warten
geduldig
mittags nur noch
mauern
plakate mit glücklichen gesichtern
fetzen von papier
fetzen von haut und knochen
trümmerfelder
diverse worte
ähnlichkeiten
die zufällig lachen
gespenster
gehen um
zwischen mauer.resten
die konturen im schatten des neon
immer kleiner
der hintergrund stolpert
heil dem abfall und den
elektronischen kontrollen
chirugisch veränderte
blutige töne liegen auf
verlassenen strassen
unterirdische bunker schützen
schwarze wahrheiten
in synaptischer umarmung
schreien
lautlos
hier und
da
sonnenuntergang
die kultur
verwest
hier und
da
sieben
-----------------------------------
trümmer.BERGE
dämmerung
ABEND
neonLichtverseuchte strassen
TOTALITÄRE ÖKONOMIE
sie erkennt die
geisterHafte TrostLosigkeiT
der schaufensterPUPPEN
die dem vorüberGehenden
ihr plastickGrinsen
ent
GEGEN
schleudern
selbstmord als psychosomatischer konsum
im weihnachtsglanz hungriger gesichter
deutsche wirklichKeit
dunkelheit
NACHT
tv-lichter sprengen fensterRahmen
gesichtslose Spielplätze
leer
meine allgegenwärtige verfügbarkeit
funktioniert auch nachts
zombiegleich wandere ich von raum zu RAUM
leere
dunkelheit
nervöse nachrichtenSprecher
verkünden wahrheiten und schöne körper
nebel
früher MORGEN
digitale ziffern die mich ZEITschreiend
zurück in den beton zerren
meine TEILnahme erzwingen
am tagesGEschehen
kinder tanzen ihre geschichte auf den strassen
während der nebel
kampflos die sonne ZUlässt
acht
-----------------------------------
soziale maschinen
von dampfgetriebener realität
gejagt
erzwingen
unsere aufMERKsamKEIT
ölverschmiert
und bedürfnisLOS
eins
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blutrote neonfetzen
spiegeln sich auf nassem asphalt
und dem glas der grauen betonkomplexe
die stadt ist ein gefrässiger
riesiger
von schleimiger organischer substanz
infizierter stahl-beton-glas-plastik-saurier
du glaubst die stadt zu kennen
die toten steine
die dich anstarren
du glaubst die stadt zu kennen
die kalten steine
die des nachts schreien
wenn du dich unruhig im schlafe wälzt
die stadt blutet aus unzähligen wunden
doch das graue blut wird gierig
von einer verkrüppelten vegetation aufgesogen
geburt-kindergarten-schule-beruf-tod
kein ent-kommen
in den labyrinthen der steine
und des grauen blutes
was suchst du in dieser wüste
was ist mit den ratten den
schwarzgesichtigen
die in der dunkelheit von träumen
ihre opfer finden
schreist du nicht auch des nachts
lautlos
deine angst hinaus
gesichter
die dich verfolgen und quälen
gesichter
die lautlos schreien
die gewaltigen gebäude
die an einem hunger nach menschen leiden
das gesicht der kinder
das gesicht der alten
ein labyrinth
fäulnis
wird mit grellen farben
und exotischen düften
getarnt
der unterdrückte aufschrei
der zeitlosigkeit
verkrampft sich in bizarren zuckungen
fette töne
kriechen
durch türspalten
dort
wo
sie
ihr totenspiel spielen
und schmeicheln dem vorübergehenden
zwei
-----------------------------------
mauern
die un.auf.haltsam wie pilze wachsen
überall
das stetige tuckern von maschinen
deren metall.skelette
seufzen und stöhnen
doch
die meisten maschinen sind still gestorben
vor jahren schon
bunte lichtermeere
grelles neon
und monströse fremdkörper
aus glas
plastik
metall
und beton
all das
nur kranke urbane anatomie
geschwülste
einer sterbenden stadt
landschaften
aus müll
und
schutt
neubauten
die bereits zerfallen
bevor sie fertig.gestellt worden sind
industrie
verschwörung
enge
und böse ahnungen
haben die stadt und das land
geprägt
mitläufer
poeten
schmarotzer
junkies
und
künstler
metallene
prostitution
kranke
urbane
anatomie
geschwülste
einer
sterbenden
stadt
drei
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jesus
im
wartesaal
.
sinn
ver
stört
aber
der zug
hat
verspätung
.
wie immer
.
warten auf die kreuzigung
allein
in
einem
großen
neonkalten
wartesaal
marmorbänke
unleserliche zeitungsmeldungen
auf
grauem betonboden
warum nicht
.
wer will
schon
wissen
was morgen geschah
und
gestern geschehen
wird
.
diese eine nacht nur
wieder.ge.burt
bei sonnen.auf.gang
garantiert und kosten.los
weil
samstag
ist
vier
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durch die nacht
streifen
auf der jagd nach leben
dexedrin und liebe
nur tote belohnungssysteme
in temporären
augenblicken
die music der stadt
laut
schrill
ohne pause
menschen
kalt
menschen
brennen
all die versteckten gesichter
all die verborgenen orte
und die nie erzählten
geschichten
gestern
morgen
körper und seele
lust und einsamkeit
und während sie
tanzen
auf glass
weiß
und
schrill
warten körper
und suchen den traum eines toten tages
in der nacht
finden sie kein morgen
nur lachen
während auf einem kleinen spiegel
die weiße linie
den weg in die unendlichkeit weist
zerbrochene spiegel
zerbrochene träume
gedankensplitter
entfliehen seit nächten den träumen
einen augen-blick lang
während das neon beginnt
nervös zu zittern
während durch nervenzellen
ein sturm
fetzt
keine
atem
pause
fünf
-----------------------------------
sub-urbane xenophobie
die nacht überschwemmt
taubstumm
mit
blühenden trümmern
kalter stein
kein licht
der regen liegt
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auf wänden
dächern
und strassen
in verbaler inkontinenz
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bruch.stücke
und er.innerungen
schreien
kalte mauern an
häuser desolieren und
türen versperren
den gedanken
jede wortflucht
gegenStände
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tlich
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im kopf
im blut
in den zwischen.räumen
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zwischen
den räumen
und pfaden
den neuronen
und synapsen
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irgend.wo
da.zwischen
bilder und
eschatologische politiker
wandeln
zombiegleich
um
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sechs
-----------------------------------
trümmerberge
spät abends
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verkrüppelte vegetation
mutagene warten
geduldig
mittags nur noch
mauern
plakate mit glücklichen gesichtern
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fetzen von haut und knochen
trümmerfelder
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die zufällig lachen
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die konturen im schatten des neon
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chirugisch veränderte
blutige töne liegen auf
verlassenen strassen
unterirdische bunker schützen
schwarze wahrheiten
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lautlos
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sonnenuntergang
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verwest
hier und
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-----------------------------------
trümmer.BERGE
dämmerung
ABEND
neonLichtverseuchte strassen
TOTALITÄRE ÖKONOMIE
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selbstmord als psychosomatischer konsum
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meine allgegenwärtige verfügbarkeit
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dunkelheit
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nebel
früher MORGEN
digitale ziffern die mich ZEITschreiend
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meine TEILnahme erzwingen
am tagesGEschehen
kinder tanzen ihre geschichte auf den strassen
während der nebel
kampflos die sonne ZUlässt
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-----------------------------------
soziale maschinen
von dampfgetriebener realität
gejagt
erzwingen
unsere aufMERKsamKEIT
ölverschmiert
und bedürfnisLOS
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